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Zur Zeit ist namentlich die Discounted Cash Flow Methode (DCF-Methode)
in aller Leute Mund.
Immer wenn eine neue Bewertungsmethode in der Praxis Einzug hält, tauchen Skepsis und Fragen
auf. Dies hat durchaus sein Gutes: Die neue Methode muss sich der Kritik stellen und wird einem
Bewährungsprozess unterworfen. Tatsächlich ist die Vielfalt an verschiedenen Lösungsansätzen
für
die DCF-Methode in der Immobilienbewertung verwirrend und viele Ansätze scheitern am
methodisch korrekten, für das Bewertungsergebnis aber entscheidenden Übergang vom
kurzfristigen Prognosehorizont zur langfristigen Restnutzungsdauer.
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Auf die folgenden, am häufigsten gestellten Fragen soll kurz eingegangen werden:
- „Ist die DCF-Methode nicht einfach
eine weitere Bewertungsvariante im Sammelsurium schon
bestehender Methoden bzw. haben sich die bestehenden Methoden nicht bewährt und
genügen vollauf?“
- „Ist es nicht so, dass die DCF-Methode
in der Schätzungspraxis nur selten angewendet
werden kann?“
- „Setzt die DCF-Methode nicht eine
Unmenge von Daten voraus bzw. ist diese Methode im
Verhältnis zur Verbesserung des Resultates nicht viel zu aufwendig?“
- „Sind genaue Kenntnis der Ertrags-
und Bewirtschaftungskosten nicht Voraussetzung dafür,
dass man die DCF-Methode überhaupt anwenden kann?
- „Ist die DCF-Bewertung in der Praxis
nicht viel zu kompliziert und unübersichtlich?“
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Aus theoretischer Optik betrachtet ist der DCF-Wert nichts grundlegend Neues, sondern
eine
weitere, konsequente Verfeinerung des Barwertes, so wie sich dieser wiederum als
Verfeinerung des klassischen Ertragswertes darstellen lässt, bei dem bekanntlich die Problematik
in der richtigen Wahl des Zuschlags liegt. Eine jeweilige Verfeinerung der Methode geht immer mit
detaillierterem Datenmaterial und einer komplexeren Mathematik einher, wobei die
Bewertungsqualität beträchtlich gesteigert werden kann. Ausgehend vom Ertragswert sind folgende
Verfeinerungsstufen relevant:
Klassischer Ertragswert: Bewertung aufgrund Mietwert, Zinssatz
und Zuschlag.
Barwert: Einfliessen effektiver Bewirtschaftungskosten und eines pauschalen
oder wählbarem
Beginn des pauschalen Renovationszyklus.
'Klassischer' DCF-Wert: Berücksichtigung kurzfristiger Budgets (Ertrags-
und
Bewirtschaftungsstaffeln) als verbreiteter Methoden-Ansatz auch ausserhalb des Immobilienwesens.
Beim DCFi-Wert (DCF-Wert Immobilien) Berücksichtigung kurzfristiger
Budgets (wie DCF
klassisch). Dazu aber frei wählbare, in die weitere Zukunft reichende Renovationszyklen.
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Diese Lösungsansätze widmen sich also nicht nur der kurzfristigen Ertrags- und Aufwandseite,
sondern insbesondere den im Prognosehorizont anfallenden Renovationen und ihren
Wiederholungen während der späteren Restnutzungsdauer. Von besonderer Wichtigkeit ist die
korrekte und automatisierte Generierung der entsprechenden Renovationszyklen. Mit Hilfe des
DCFi-Wertes kann erstmals auch der Stand des Erneuerungsfonds korrekt bestimmt werden.
Damit gewinnt der Substanzwert verlorene Bedeutung zurück, denn die Altersentwertung der
klassischen Lehre entspricht im Grunde genommen dem Erneuerungsfonds.
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In der Praxis beinhalten sehr viele Bewertungsfälle eine DCF-Problematik! Dies hängt
direkt damit
zusammen, dass sehr häufig innerhalb eines Horizontes von 10 Jahren Erneuerungsbedarf
angenommen werden muss. Zur Quantifizierung des temporären Mindernutzens als Folge von
Mietzinsausfällen im Zusammenhang mit Renovationsarbeiten bedarf es ebenfalls der DCF-
Methode.
Bei der Schätzung von Stockwerkeigentum ist zu beachten, dass mit der
DCF-Methode sowohl
Renovationen bezüglich der Stockwerkeinheit als auch solche am Miteigentum berücksichtigt
werden können. Bei Baurechtsliegenschaften mit Erneuerungsbedarf und/oder baldigem Heimfall
garantiert nur der Einsatz einer professionellen DCF-Rechnung eine korrekte Ausscheidung der
Wertanteile des Baurechtsnehmers und des Grundeigentümers.
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In der Praxis genügt oft schon eine relativ grobe Schätzung bezüglich Kosten und Zeitpunkt
der im
Betrachtungshorizont anfallenden Erneuerungsarbeiten, um eine beträchtliche Steigerung der
Bewertungsqualität zu erreichen. Die dafür notwendigen zusätzlichen Erfassungen übersteigen
selten 20 zusätzliche Eingaben.
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Quantitativ spielen Differenzen in den Ertrags- und Bewirtschaftungs-Staffeln bezogen
auf das
Bewertungsergebnis eine wesentlich kleinere Rolle als allgemein angenommen wird. Ein drei Jahre
dauernder Leerstand von 25% beeinflusst beispielsweise das Endergebnis in der Regel um deutlich
weniger als 10%. Bleibt hingegen eine bald anfallende Erneuerungen unberücksichtigt, so kann
dies zu einer drastischen Fehleinschätzung führen: So können z.B. Renovationen, die statt nach
15 oder 20 Jahren bereits in 3-5 Jahren zu berücksichtigen sind, zu einem mehr als 20% tieferen
Bewertungsergebnis führen. Im Substanzwert zeigt sich diese bedeutende Differenz im Stand des
Erneuerungsfonds.
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Zu unterscheiden ist das theoretische und das praktische Know-how:
Das theoretische Know-how ist die notwendige Voraussetzung für den
erfolgreichen Einsatz der
DCF-Methode in der Praxis. Es wird in professionellen, praxisorientierten DCF-Seminaren vermittelt.
Das praktische Know-how lässt sich vernünftig nur mit einer
professionelle Software-Lösung
erarbeiten, bei der sich die für die DCF-Rechnung relevanten Lösungsansätze mit einer
übersichtlichen und komfortablen Programmbedienung verbinden. So gelingt der Einstieg in die
DCF-Bewertung mit dem Softwarepaket Wert+Zins Expert denkbar einfach (der Lernaufwand für
die
eigentliche Programmbedienung beansprucht nicht mehr als 30 Minuten). Mit Wert+Zins Expert
können Liegenschaften sowohl nach der klassischen Lehre als auch nach den neuesten
Erkenntnissen auf dem Gebiete der Immobilienökonomie und der Schätzungslehre bewertet
werden: Die oben erwähnten, ertragsorientierten Methoden (klassischer Ertragswert bis DCFi-Wert)
werden voll unterstützt.
Seminare/Hersteller/Vertrieb von Wert+Zins Expert : Fierz
+ Günter Software Engineering AG
in Esslingen/ZH und Rapperswil. Entwicklung und Vertrieb innovativer Softwareprodukte sowie
Durchführung von praxisorientierten Seminaren.
Software-Leistungsumfang und Bestelladresse siehe 4. Seminare / Bewertungsinstrumente.
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